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Wirtschaftliche Beziehungen und wirtschaftliche Zusammenarbeit

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Wirtschaftliche Beziehungen

Die politischen Beziehungen zwischen Malaysia und Deutschland werden von den intensiven Wirtschaftsbeziehungen getragen. Deutschland betrachtet Malaysia als wichtigen und stabilen Partner in Südostasien und als ein führendes Land in ASEAN, sowie gleichzeitig als moderaten Vertreter der islamischen Welt.

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Malaysia sind seit vielen Jahren sehr eng. Die 1991 gegründete Deutsch-Malaysische Industrie- und Handelskammer ist die größte Kammer unter den EU-Ländern. 

Malaysia steht als Handelspartner für Deutschland seit vielen Jahren mit Singapur an der Spitze der ASEAN-Staaten.

Malaysia ist Ziel ausländischer Direktinvestitionen, die von den günstigen Rahmenbedingungen angezogen werden, zugleich aber auch für einen wirtschaftlich stimulierenden Technologietransfer sorgen. Gut 400 deutsche Unternehmen sind in Malaysia vertreten, viele betreiben Produktionsstätten und exportieren die hier hergestellten Waren weltweit. Malaysia wird von deutschen Firmen auch zunehmend als regionale Drehscheibe für Südostasien und darüber hinaus genutzt.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Malaysia ist ein Schwellenland, das sich von einem Empfänger zu einem Geber der Entwicklungshilfe entwickelt hat. Deutschland hat die Entwicklungshilfe zu Malaysia 1999 eingestellt.

Das staatliche Langzeit- und Großprojekt „Vision 2020“ (1991) wurde 2019 von der Pakatan Harapan Regierung als „Shared Prosperity Vision 2030“ weitergeführt. Damit unternimmt Malaysia große Anstrengungen, die Umstellung von der Rolle der „verlängerten Werkbank“ hin zur „knowledge-based economy“ zu erreichen. Hierzu bedarf es unter anderem qualifizierter Ausbildung und  besserer technischer Ausstattung insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen, verstärkter Forschung und Entwicklung sowie der Bereitschaft zum Know-How-Transfer.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1963 in Malaysia tätig.  Die Aktivitäten werden vom GIZ-Büro Bangkok in Thailand aus koordiniert.

Seit 2012 baut die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Programm der trilateralen Kooperation auf und führt gemeinsam mit Malaysia entwicklungspolitische Projekte in Ländern der Region durch. Dazu gehört zum Beispiel ein Programm, das den Fischerei-Sektor in Timor Leste fördert.

Die GIZ hat außerdem einen Sitz im Aufsichtsrat der großen Berufsschule „German-Malaysian Institute (German Dual Vocational Traning/GDVT). Diese wurde bis vor ungefähr zehn Jahren vom BMZ gefördert und wird nun vollständig von Malaysia finanziert und betrieben.

Einige regionale Vorhaben der GIZ führen Teilaktivitäten in Malaysia durch. Dazu gehört zum Beispiel, in der ASEAN-Region die Energieeffizienz zu steigern und die Emissionen im Landverkehr zu reduzieren. Andere Aktivitäten erstrecken sich auf die Förderung der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

- Energieeffizienz und Klimaschutz im Landverkehrssektor in der ASEAN Region

- Sulu Sulawesi Seascape Project

- ASEAN Sustainable Agrifood Systems

- Advance Sustainable Consumption and Production

(https://www.giz.de/de/weltweit/381.html)


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